Mit dem Verkauf des „Einhorn“ hatten wir aber auch unserem Leben eine andere Ausrichtung gegeben. Wir verlegten gleichzeitig unseren Lebensmittelpunkt von Hamburg in die meerfernen Vogesen.


Endlich wollten wir nicht nur die Küsten sehen, sondern die Schätze im Landesinneren. Vor allem Frankreich wollten wir kennen lernen, das Land, dessen Lebensstil uns sooo fasziniert.

Im einem handlichen Wohnmobil (Pössl Duett), einem professionell ausgebauten Peugeot-Kastenwagen, sahen wir eine Alternative zum Boot. Klein, weiß, ohne Werbeaufkleber. Vorn und hinten haben wir signalrote Streifen und den bedeutenden Schriftzug  "Servicemobil" anbringen lassen, um uns auf unseren bevorzugten Übernachtungsplätzen in Yachthäfen, auf Marktplätzen und in feinen Wohnstraßen Unauffälligkeit zu garantieren. Campingplätze – das ist nicht unsere Welt.

Wir brachen auf, Europa von innen zu erkunden, waren sehr oft auf Achse, fühlten uns geborgen in der kleinen Kiste.


An der Südspitze von Lefkas
Fleckchen , Kiwi und in der Mitte Ben, unser Adoptivhund, von dem wir uns aber wieder trennen mußten



Da beide Tiere seit ihrem 2. Lebensmonat mitreisten, wurde das Auto Teil ihres normalen Lebensumfeldes. Sobald wir in den Vogesen vor dem Haus anfingen das Auto zu packen und die Türen aufstanden, konnten wir sicher sein, dass mindestens einer von ihnen schon mal vorsorglich einstieg, um ja nicht vergessen zu werden. Nur bei unserer letzten Abfahrt mussten wir lange nach Fleckchen rufen. Sie war wohl weit weg auf Jagd gewesen.