15.April 2012 :Typisch für uns: alles was unten steht ist überholt!!!! Die Kanalschiffidee
ist toter als Tod.
Noch gibt es für uns keine Alternative zu unserm geliebten "Einhorn"
Nun der Reihe nach: Fortsetzung folgt!
Liebe Freunde, liebe Familie,
so, nun haben wir uns entschieden: wir hören auf zu segeln.
70 - 2 und 70 + 2 Jahre sind eigentlich überhaupt kein Grund für so einen Schritt und wir wissen auch nicht, ob wir nicht morgen sagen, „ was kümmert mich unser Geschwätz von gestern “.
Mein Skipper ist noch super fitt, aber mein Knie macht mir das Treppensteigen zum Horror und der Niedergang in unser "Einhorn" lässt sich ja nun mal nicht anders gestalten.
Daß unsere Segelei nicht ewig dauert war ja klar und über den späteren Umstieg auf ein loftartiges Motorboot haben wir schon oft diskutiert, denn wenn eines für uns fest steht, dann die Tatsache, dass wir nie mehr überwiegend auf festem Grund wohnen wollen, auch nicht, wenn wir ganz gammelig sind.
Was wir in den nächsten Jahren aber auch nicht wollen ist, uns von Griechenland verabschieden, vor allem nicht vom Ionischen Meer.
Es ist einfach zu schön dort und die Menschen zu nett. Auch wenn für diese die Zeiten auf Sturm stehen, ist das ein Grund mehr das Revier nicht zu wechseln.
Also sieht unser Plan jetzt folgender Maßen aus:
Da es ja die Werft Nauticat leider keine Motorboote baut, haben wir uns so gut wie entschieden für die neue „ Jetten 44 Sedan-RS „ ein Stahlverdränger aus Holland.
170 PS Deutz-Diesel mit hydraulischem Bug + Heckstrahlruder, komplett 4 cm dick ausgeschäumt, isolierverglaste Sonnenschutzfenster, Warmwasserheizung, Cockpit (mit festem Dach) und großer Salon auf einer Ebene und nur 3 Stufen nach unten zur Küche, Schlafzimmer und Bad (mit Wanne+Dusche) und separater E-Toilette: ein Wohnschiff zur Dauernutzung in allen Jahreszeiten.
Unter der Voraussetzung, dass unsere Gundrißidee sich so verwirklichen lässt, werden wir das Boot bauen lassen und im nächsten Frühjahr übernehmen.
Und dann: Rhein-Donaukanal, überwintern in Wien, Schwarzes Meer, überwintern in Istambul und zurück nach Lefkas in unsere Marina.
Und wenn es für uns ein „viel später“ geben sollte: über die französischen Kanäle zurück nach Hamburg, im Sportboothafen die Leinen festmachen - und warten auf den täglichen Pflegedienst.
Der Abschied von unserem „Einhorn“ wird uns sehr schwer fallen, vor allem jetzt, wo endlich die Waschmaschine so diskret untergebracht ist und nicht mehr stört und damit das 2. Duschbad wieder für Gäste zur Verfügung steht.
Die Umgestaltung des kleinen Eignerbades wird wohl in der Woche nach unserer Rückkehr aufs Boot, ende April, abgeschlossen sein: elektr. Toilette( Tecma silence ) ein freistehendes Handwaschbecken aus Alabaster mit schöner Armatur. Fotos folgen nach Fertigstellung!
Wenn ich das gerade so schreibe und an unser Schiff denke – eigentlich ist es viel zu schade sich davon zu trennen. Hoffen wir mal, dass wir nette Käufer finden, die es genauso lieben werden wie wir!
Noch sitzen wir in den Vogesen und schauen in den Nebel. Klaus schleppt Holz ohne unterlass, damit der Kaminofen nicht ausgeht, der - neben den beiden Elektoheizplatten- unsere Hauptwärmequelle ist.
Zum Glück ist das Haus ja jetzt so toll isoliert, dass es mollig warm hier drinnen ist- auch bei den 15 Minusgraden, die wir letzte Woche hatten.
Damit wir hier eine Zentralheizung bekommen, sollte ich eigentlich den Installationsplan fertig stellen, auf den unser Elektriker seit dem Sommer wartet, doch es fehlt mir an Motivation – und die Lust auf Handwerker im Haus.
Es ist soooo still und gemütlich bei uns. In den letzten Tagen war 2 x der Schneepflug hier und hat uns ausgegraben, so dass wir jederzeit von unserem Berg kommen - wenn wir denn wollten.